Private Label
Was ist der Unterschied zwischen OEM- und ODM-Kosmetikproduktion?
Erfahren Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen OEM- und ODM-Produktionsmodellen in der Kosmetik, welches zu Ihrer Marke passt und worauf Sie bei der Entscheidung achten sollten.
OEM (Original Equipment Manufacturer) und ODM (Original Design Manufacturer) sind die beiden häufigsten Kooperationsmodelle, auf die Marken bei der Private-Label-Kosmetikproduktion treffen. Beim OEM-Modell produziert der Hersteller nach den Vorgaben der Marke, meist auf Basis einer Formel aus dem eigenen Katalog oder mit leichten Anpassungen. Beim ODM-Modell entwickelt der Hersteller die Formulierung – und manchmal auch das Konzept – von Grund auf mit seinem eigenen F&E-Team, während sich die Marke vor allem auf Positionierung, Verpackung und Marketing konzentriert.
Der OEM-Ansatz eignet sich gut für Marken, die mit begrenztem Budget schnell auf den Markt kommen möchten. Der Aufbau auf einer bereits getesteten, stabilitätsgeprüften Formel verkürzt die Entwicklungszeit, vereinfacht den Muster-Freigabe-Zyklus und hält die anfänglichen Produktionskosten niedrig. Allerdings kann dieselbe Basisformel auch von anderen Marken genutzt werden – die Differenzierung erfolgt daher vor allem über Verpackung, Werbeaussagen und Markengeschichte.
Der ODM-Ansatz eignet sich besser für Marken, die ein wirklich eigenständiges Produktversprechen anstreben. Die Entwicklung einer individuellen Formel rund um eine bestimmte Wirkstoffkombination, ein Texturziel oder ein Nachhaltigkeitsversprechen erfordert einen längeren Entwicklungs- und Testzeitplan. Im Gegenzug erhält die Marke eine Produktidentität, die von Wettbewerbern schwerer zu kopieren ist.
Die richtige Modellwahl hängt unmittelbar vom Budget, dem Zeitplan für die Markteinführung und den langfristigen Differenzierungszielen der Marke ab. Bei Lumetica wird diese Entscheidung vor jedem einzelnen Produktionsangebot geklärt: Markenziele, Zielmarkt und Wettbewerbsposition werden gemeinsam bewertet, um festzustellen, ob OEM, ODM oder eine Kombination aus beidem (etwa eine Basisformel mit markenspezifischen Anpassungen) die bessere Lösung ist. Für die weiteren Schritte beim Markenaufbau finden Sie unsere anderen Ratgeber zum Aufbau einer Kosmetikmarke.