Hautpflege
Hautpflege-Wirkstoff-Glossar: Die Aktivstoffe, die Ihre Marke kennen sollte
Erfahren Sie, was gängige Hautpflegewirkstoffe wie Retinol, Niacinamid, Hyaluronsäure, Peptide und AHA/BHA bewirken und wie sie in der Formulierung eingesetzt werden.
Beim Aufbau einer Kosmetikmarke geht es bei den meisten Produktentwicklungsentscheidungen darum zu verstehen, welcher Wirkstoff welchem Hautziel dient. Retinol, ein Vitamin-A-Derivat, unterstützt die Zellerneuerung und wird in Produkten gegen feine Linien und ungleichmäßigen Teint eingesetzt, ist jedoch lichtempfindlich und wird meist für Nachtroutinen in opaker Verpackung formuliert.
Niacinamid (Vitamin B3) ist eine häufige Wahl für barrierestärkende und porenverfeinernde Aussagen; seine Verträglichkeit mit den meisten anderen Wirkstoffen gibt Formulierern Flexibilität. Hyaluronsäure ist für ihre Feuchtigkeitsbindungskapazität bekannt — die Verwendung unterschiedlicher Molekulargewichte, niedrig oder hoch, verändert, wie tief sie in verschiedene Hautschichten eindringt.
Peptide werden für Aussagen zur Unterstützung der Hautstruktur eingesetzt und sind tendenziell teurere, komplexere Wirkstoffe mit strengeren Stabilitätsanforderungen. AHAs (Glykol-, Milchsäure) und BHAs (Salicylsäure) werden beide zur Peeling-Wirkung eingesetzt; AHAs wirken oberflächlich, während BHA, da fettlöslich, effektiver in die Poren eindringt — dieser Unterschied bestimmt die Formelwahl je nach Zielhauttyp.
Einen Wirkstoff in eine Formel aufzunehmen, sollte nicht allein aufgrund eines Trends geschehen — er muss anhand der Zielaussage, Stabilität, pH-Verträglichkeit und Wechselwirkung mit anderen Wirkstoffen bewertet werden. Bei Lumetica werden diese Wirkstoffentscheidungen während der Markenentwicklung gemeinsam mit der beabsichtigten Produktaussage und der Herstellerkapazität geklärt.